Was darf eine Infrarotheizung kosten, und was kommt nach dem Kauf dazu? Die Anschaffung ist überschaubar, die Montage einfach und die Wartung entfällt nahezu. Den größten Posten bildet über die Jahre der Strom. Dieser Ratgeber zeigt alle Kostenbausteine mit Rechenbeispielen, damit Sie vor dem Kauf wissen, womit Sie rechnen müssen.
Sie erfahren, was Gerät, Montage und Regelung kosten, wie Sie die Stromkosten pro Monat und Jahr berechnen und wie die Rechnung für 100 Quadratmeter aussieht.
Infrarotheizung: Kosten im Überblick
Die Gesamtkosten setzen sich aus vier Bausteinen zusammen. Drei davon zahlen Sie einmal, einen laufend.

| Baustein | Fällt an | Größenordnung |
|---|---|---|
| Heizgerät | einmalig | Laut ADAC rund 65 bis 650 Euro pro Heizgerät, Design-Modelle auch mehr |
| Montage und Anschluss | einmalig | Gering bei Geräten mit Stecker, Fachbetrieb bei festem Anschluss |
| Thermostat | einmalig | Je nach Bauart, vom Steckdosenthermostat bis zum Smart-Thermostat |
| Strom | laufend | Leistung mal Laufzeit mal Strompreis |
| Wartung | laufend | Praktisch keine jährlichen Wartungskosten |
Die Zahlen zu Gerätepreisen und Wartung stammen aus dem Überblick des ADAC zur Infrarotheizung (Stand September 2025). Für ein Haus mit 100 Quadratmetern nennt der ADAC dort Gesamtkosten zwischen 3.000 und 6.000 Euro einschließlich Handwerkerkosten und Zubehör.
Anschaffung: Was darf eine Infrarotheizung kosten?
Der Preis hängt vor allem von Leistung, Oberfläche und Verarbeitung ab. Ein kleines Heizgerät mit 300 Watt für ein Gästebad liegt deutlich unter einem großen Modell mit Glasfront für das Wohnzimmer.
- Leistung und Größe: Mehr Watt bedeutet eine größere Heizfläche und einen höheren Preis.
- Oberfläche: Pulverbeschichtetes Metall ist günstiger als Glas oder Spiegel.
- Regelung: Manche Modelle haben einen Thermostat eingebaut, andere brauchen einen externen.
- Garantie und Verarbeitung: Eine lange Garantie zeigt, was der Hersteller seinem Heizelement zutraut.
Rechnen Sie den Thermostat von Anfang an mit ein. Ohne Regelung läuft eine Heizung länger als nötig, und das kostet auf Dauer mehr als der Thermostat selbst. Welche Bauart passt, erklärt unser Ratgeber zum Thermostat für Infrarotheizungen.
Die richtige Leistung spart doppelt
Ein zu kleines Heizgerät läuft im Dauerbetrieb und erreicht die Wunschtemperatur nicht. Ein zu großes kostet in der Anschaffung unnötig viel. Als Ausgangspunkt gelten etwa 100 Watt pro Quadratmeter in einem gedämmten Raum mit 2,4 m Deckenhöhe. Ältere Gebäude, große Glasflächen und höhere Decken können mehr Leistung erfordern.
Montage und Installation
Hier liegt der größte Kostenvorteil gegenüber einer Zentralheizung. Eine Infrarotheizung braucht weder Heizraum noch Rohrleitungen oder Schornstein. Sie wird an Wand oder Decke geschraubt und angeschlossen.
Ein Heizgerät mit Stecker können Sie selbst montieren. Soll die Heizung fest angeschlossen werden, etwa ohne sichtbares Kabel oder im Bad, übernimmt eine Elektrofachkraft den Anschluss. Bei mehreren Heizungen in einem Haus sollte ein Fachbetrieb außerdem prüfen, ob die Stromkreise für die Gesamtleistung ausgelegt sind.
Wo die Heizung am besten hängt, zeigt unser Ratgeber zu Abstand und Platzierung.
Stromkosten: Der größte Posten
Wer wissen möchte, was eine Infrarotheizung kosten wird, muss vor allem den Betrieb betrachten. Die Rechnung ist einfach: Leistung in Kilowatt mal Laufzeit in Stunden mal Strompreis.

| Leistung | Verbrauch pro Tag | Kosten pro Tag | Kosten pro Monat |
|---|---|---|---|
| 300 W | 1,2 kWh | 0,42 € | 12,60 € |
| 600 W | 2,4 kWh | 0,84 € | 25,20 € |
| 900 W | 3,6 kWh | 1,26 € | 37,80 € |
Das Beispiel rechnet mit vier Stunden Laufzeit pro Tag, 30 Tagen und 35 Cent je Kilowattstunde. Das sind Rechenwerte. Setzen Sie Ihren eigenen Tarif ein. Weil der Thermostat die Heizung in Intervallen schaltet, ist die Laufzeit kürzer als die Zeit, in der Sie den Raum nutzen.
Beispiel: Badezimmer mit 6 Quadratmetern
Für ein gedämmtes Bad mit 6 Quadratmetern genügt nach dem Richtwert eine Heizung mit 600 Watt. Wird morgens und abends geheizt und läuft die Heizung dabei zusammen zwei Stunden am Tag, verbraucht sie 1,2 Kilowattstunden. Das sind 36 Kilowattstunden und 12,60 Euro im Monat. So lässt sich für jeden Raum abschätzen, was eine Infrarotheizung kosten wird, bevor Sie sie kaufen. Im Bad muss das Heizgerät für den vorgesehenen Bereich zugelassen sein.
Weitere Beispiele pro Stunde, Monat und Jahr finden Sie im Ratgeber zum Stromverbrauch einer Infrarotheizung.
Infrarotheizung: Kosten für 100 qm
Soll eine ganze Wohnung oder ein Haus beheizt werden, entscheidet der Wärmebedarf des Gebäudes. Eine Infrarotheizung macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Der Stromverbrauch entspricht deshalb ungefähr dem Wärmebedarf.
| Gebäude | Angenommener Wärmebedarf | Strom pro Jahr | Kosten bei 35 Cent je kWh |
|---|---|---|---|
| Sehr gut gedämmter Neubau | 40 kWh pro m² und Jahr | 4.000 kWh | 1.400 € |
| Sanierter Altbau | 80 kWh pro m² und Jahr | 8.000 kWh | 2.800 € |
| Wenig gedämmter Altbau | 150 kWh pro m² und Jahr | 15.000 kWh | 5.250 € |
Die Werte für den Wärmebedarf sind Annahmen zur Veranschaulichung. Den Wert Ihres Gebäudes finden Sie im Energieausweis. Die Tabelle zeigt, worauf es ankommt: Im gut gedämmten Haus bleibt die Stromrechnung überschaubar, im wenig gedämmten Altbau wird die Direktheizung als alleinige Heizung teuer.
Wartung und Lebensdauer
Eine Infrarotheizung hat keine beweglichen Teile, keinen Brenner und keinen Wasserkreislauf. Es gibt keinen Schornsteinfeger und keine jährliche Wartung. Gelegentliches Abwischen der Oberfläche genügt.
Der ADAC nennt eine typische Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Achten Sie beim Kauf auf die Garantie: Für Opranic P5 und P7 gelten fünf Jahre auf Heizgerät und Heizelement, für die P6 Hybrid drei Jahre.
Gesamtkosten im Vergleich mit anderen Heizungen
Ein fairer Vergleich betrachtet Anschaffung und Betrieb zusammen.
| Heizung | Anschaffung und Einbau | Laufende Kosten |
|---|---|---|
| Infrarotheizung | Niedrig, kein Rohrnetz | Strom für die gesamte Wärme, kaum Wartung |
| Wärmepumpe | Hoch, Einbau durch Fachbetrieb | Rund ein Drittel des Stroms für dieselbe Wärme, regelmäßige Wartung |
| Gasheizung | Mittel, Anschluss und Abgasführung nötig | Gas, Wartung und Schornsteinfeger |
Je geringer der Wärmebedarf, desto weniger fällt der höhere Strompreis ins Gewicht und desto stärker zählt die günstige Anschaffung. Bei hohem Wärmebedarf kehrt sich das um. Mehr zum technischen Hintergrund lesen Sie im Ratgeber zur Energieeffizienz von Infrarotheizungen.
Gibt es eine Förderung?
Laut ADAC gibt es aktuell keine staatliche Heizungsförderung für Infrarotheizungen (Stand September 2025). Als Hauptheizung gelten für Stromdirektheizungen außerdem besondere Vorgaben nach dem Gebäudeenergiegesetz. Planen Sie die Beheizung eines ganzen Gebäudes, lassen Sie den aktuellen Stand vorab von einer Energieberatung prüfen. Für eine Zusatzheizung in einzelnen Räumen spielt das in der Regel keine Rolle.
So senken Sie die laufenden Kosten
- Mit Thermostat regeln: Das Umweltbundesamt nennt für programmierbare Thermostate eine Einsparung von etwa 10 % Heizenergie.
- Nur genutzte Räume heizen: Jede Heizung wird einzeln geregelt. Ein leeres Gästezimmer bleibt kühl.
- Temperatur prüfen: Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch. Probieren Sie aus, welche Temperatur Ihnen genügt.
- Richtig platzieren: Die Heizung soll frei in den genutzten Bereich strahlen und nicht verdeckt sein.
- Stromtarif vergleichen: Der Preis je Kilowattstunde wirkt sich direkt auf jede Rechnung in diesem Ratgeber aus.
Für wen sich eine Infrarotheizung rechnet
Bevor Sie fragen, was eine Infrarotheizung kosten darf, klären Sie den Einsatz. Günstig ist sie dort, wo wenig oder nur zeitweise geheizt wird: im Bad, im Arbeitszimmer, im Gästezimmer, im Anbau oder als Zusatzheizung in der Übergangszeit. Auch im sehr gut gedämmten Haus kann die Rechnung aufgehen, weil die niedrige Anschaffung den höheren Strompreis ausgleicht.
Im wenig gedämmten Altbau ist sie als alleinige Heizung die teuerste Lösung im Betrieb. Dort ist sie als Ergänzung für einzelne Räume besser aufgehoben.
Häufige Fragen: Infrarotheizung, Kosten und Betrieb
Was kostet eine Infrarotheizung in der Anschaffung?
Der ADAC nennt rund 65 bis 650 Euro pro Heizgerät, Design-Modelle können teurer sein. Dazu kommen der Thermostat und bei festem Anschluss die Elektrofachkraft.
Was kostet eine Infrarotheizung pro Monat?
Eine Heizung mit 600 Watt und vier Stunden Laufzeit pro Tag verbraucht 72 Kilowattstunden im Monat. Bei 35 Cent je Kilowattstunde sind das 25,20 Euro.
Wie viel darf eine Infrarotheizung kosten, damit sie sich lohnt?
Entscheidend ist weniger der Kaufpreis als der Einsatz. In einem selten genutzten oder gut gedämmten Raum bleiben die Stromkosten niedrig, und ein hochwertiges Heizgerät mit langer Garantie zahlt sich über die Nutzungsdauer aus.
Ist eine Infrarotheizung teurer als eine Gasheizung?
In der Anschaffung meist günstiger, im Betrieb je Kilowattstunde Wärme teurer, weil Strom mehr kostet als Gas. Welche Lösung über die Jahre günstiger ist, hängt vom Wärmebedarf ab.
Fallen Wartungskosten an?
Praktisch keine. Es gibt keine beweglichen Teile und keinen Brenner. Die Oberfläche wird bei Bedarf abgewischt.
Kann ich mit Photovoltaik die Kosten senken?
Eigener Solarstrom senkt die Stromkosten vor allem in der Übergangszeit. Im Winter liefert die Anlage am wenigsten, deshalb sollten Sie nicht mit einer überwiegenden Deckung rechnen.
Kosten für Ihren Raum einschätzen lassen
Nennen Sie uns Raumgröße, Dämmstandard und Nutzung. Wir empfehlen Ihnen Leistung, Modell und Regelung. Die aktuellen Preise stehen auf den Produktseiten von Opranic P5 Metall, P6 Hybrid und P7 Glas.
Opranic-Infrarotheizungen vergleichen oder Beratung anfragen.
Quellen: ADAC (Gerätepreise, Gesamtkosten für 100 m², Wartung, Lebensdauer, Förderung; Stand September 2025), Umweltbundesamt (Thermostat), Opranic Produktinformationen (Garantie, Richtwert zur Heizleistung). Rechenbeispiele mit angenommenen Werten. Geprüft im Oktober 2026.



